Wohnungssuche

Sobald die Anträge der Asylsuchenden positiv beschieden wurden, müssen sie aus den zentralen Unterkünften ausziehen. Dabei stellt die Wohnungssuche ein erhebliches Problem dar. Auch diesbezüglich werden wir konkrete Wohnungssuchen unter „Gesucht wird… “ veröffentlichen.


 

Grundsätzliche Hinweise zum Thema „Miete“:

Mietvertrag

Der Mietvertrag wird mit dem Vermieter abgeschlossen (nicht mit dem Job Center).

Bei mündlicher Zusage den Mietvertrag bzw. eine Kopie davon durch das Job Center sichten lassen (vor der Unterschrift), um sicherzustellen, dass die Unterkunftskosten (Bruttokaltmiete einschl. der Betriebskosten zzgl. der Heizkosten) vom Job Center als angemessen beurteilt werden (nur dann werden die Unterkunftskosten in voller Höhe getragen)! Alles was darüber ist, trägt der Mieter selbst.

Erstattung der Unkosten

weitere Informationen vom Ladnratsamt WT

Pro Person zahlt das Jobcenter z.Z. den Höchstsatz von ca. EUR 350 Bruttokaltmiete im Kreis WT (Dörfer, Lauchringen entsprechend weniger, Bad Säckingen etwas mehr). Es wird nur die tatsächliche Miete getragen, auch wenn sie unter dem Höchstsatz liegt. Stromkosten trägt der Mieter selbst.

Für 1 Person gilt eine 45 qm2 grosse Wohnung als angemessen. Für jede weitere Person, die im Haushalt lebt können ca. 15 qm2 dazugezählt werden.
Letztendlich kann grundsätzlich eine grössere Wohnung angemietet werden, jedoch ACHTUNG: das Job Center geht bei der Abrechnung der Heizkosten immer nur vom Regelsatz aus (d.h. angemessene Heizkosten bei 1 Person umgerechnet auf max. 45 qm2, bei 2 Personen auf max. 60 qm2, … (bei einer Wohnung von ca. 60 qm2 wären das z.B.: max. 75.- für Ölheizung p. Monat, 65.- für Gasheizung und 2.- p. qm2 bei Strom(heizung)).
Alles was darüber ist, muss der Mieter tragen!

Geldfluss Job Center – Mieter oder Vermieter

Erstattung der Bruttomiete kann entweder über den Mieter laufen oder direkt über das Job Center Im ersten Fall hat der Betroffene einen Überblick über die Kosten.
Hier benötigt es womöglich Unterstützung von aussen, da es zu Überforderungen mit den administrativen Abläufen kommen kann – nicht nur bei Hilfesuchenden aus dem Ausland.
Im zweiten Fall wird ev. zu viel abgenommen, sodass der Mieter keine Chance hat, sich in ein autonomes Leben eingewöhnen zu können. Achtung: Auch warnt das Job Center den Vermieter nicht vor, sollten die Geldzahlungen (warum auch immer) eingestellt werden. Gleichgültig, ob die Miete vom Mieter bezahlt oder vom Jobcenter direkt an den Vermieter überwiesen wird, Schuldner der Miete ist immer der Mieter selbst. Eine Nichtzahlung der Miete durch das Jobcenter wird daher zumindest zunächst dem Mieter zugerechnet und kann zur fristlosen Kündigung führen. Umgekehrt würde der Umstand, dass der Mieter für die Miete bestimme Gelder nicht an den Vermieter weiterleitet sondern anderweitig verwendet ggf. zu einem Strafverfahren wegen Betruges führen.

Kaution

Wird vom Job Center vorausgestreckt und muss in kleinen Raten (plus/minus 15-20 EUR p. Monat) abbezahlt werden.

Erstausstattung der Wohnung

1.000,– € bei einer Person / 1.800,– € bei 2 Personen für alles (Bett, Tisch, Stuhl, Geschirr, …)